Effi Briest – Theodor Fontane

Zum 200. Geburtstag des Autors lesen wir mal wieder einen Klassiker.

Markus

Klappentext

Statt ins Glück führt Effi Briests arrangierte Ehe mit dem viel älteren Baron von Instetten in eine Katastrophe für alle Beteiligten. Eine Affäre, ein Duell und ein Toter sind das Ergebnis fataler Verwicklungen …
Fontanes großer Ehebruch-Roman erzählt die wahre Geschichte der Effi Briest

Zum Autor 

Theodor Fontane wurde am 30.Dezember 1819 in Neuruppin geboren. Nach der Apothekerlehre publizierte er ab 1839 erste Novellen und Gedichte. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt in London lebte Fontane ab 1849 als freier Schriftsteller in Berlin und arbeitete u.a. als Theaterrezensent für die Vossische Zeitung. Er starb am 20. September 1898 in Berlin.  

Bewertung / Kritik Markus: 2,0/5,0

Also, Hand aufs Herz und ganz ehrlich: Ich hab mich gelangweilt. Wir sind hier ja Hobbyleser; keine Schüler, die ein Buch lesen müssen, weil es der Lehrer herausgesucht hat. Ich hätte es freiwillig nicht nochmal rausgesucht. Ich hab mich ja bemüht. Die letzten 20% hatten die ein oder andere interessante Stelle, aber im Großen und Ganzen kann ich mit dem 130 Jahre alten Schinken aus einer anderen Welt nicht anfangen. Als der Ehemann Effi’s im letzten Viertel des Buchs die Liebesbriefe findet, hab ich noch auf die Affäre gewartet 😉 Ich war so konsterniert, dass ich zurück geblättert hab, um zu schauen, ob ich nicht was überlesen hab. Nun, ich hab es überlesen: „Dann nahm er ihre Hand (…) und überdeckte sie mit heißen Küssen“. Das war dann die Affäre. Ich mag ja als Mensch im 21. Jahrhundert etwas abgestumpft sein, vielleicht bin ich auch etwas grob gestrickt, aber muss ich die eigentliche Handlung immer unter diesem Gestrüpp von langweiligem und belanglosem Gesellschafts-Tratsch selbst zusammenreimen? Genauso ist es mit dem Duell am Ende: Da hab ich mich gefreut, das endlich mal etwas Schwung in die Sache kommt, und dann? Ist der Pseudo-Liebhaber noch schneller tot, als er geliebt hat; einen halben Satz kostet es den Autor. Ich habe mich auch immer wieder mit der Sprache schwer getan. Viele Wörter sind heute einfach nicht mehr geläufig. Nun, was mach ich, nachdem mich die Lektüre etwas ratlos zurück lässt? Als Schüler hätte ich mal eine Interpretationshilfe zur Hand genommen, aber als Hobbyleser seh ich das nicht ein. Da schau ich mal auf Wikidedia nach, nur um vielleicht andeutungsweise zu erfahren, was ich noch alles hätte erkennen und interpretieren können, wenn ich vielleicht etwas feinfühliger und gebildeter wäre. Und was erfahre ich? Man kann im Roman sehr viele „Dingsymbole“ erkennen. Das Rondell im Garten z. B. „dient der symbolischen Verschränkung von Tod und Leben“. Na da soll mal einer drauf kommen. Gut, im Kreuzworträtsel war ich schon immer schlecht, aber da bin ich doch froh, dass ich kein Schüler mehr bin und sagen kann: Es mag ja ein großer Klassiker sein, aber es interessiert mich einfach nicht. 

Markus

Bewertung / Kritik Kurt: 2,0/5,0

Wenn ich mal mehr wie 40 – 50% eines Buches gelesen habe, dann gebe ich im Normalfall nicht mehr auf – bei Effi Briest war ich auch noch bei 60 – 70% nicht ganz sicher, ob ich bis zum Ende lese. 

Aber ich habe es geschafft, aber gut gefallen hat es mir nicht. Der Roman spielt in einer Zeit, die ich mir nur andeutungsweise vorstellen kann. Die Sprache ist nur schwer verständlich, alles wird nur angedeutet und und Schwierigkeiten geht man aus dem Weg, weil das nun doch ein „zu weites Feld“ ist. Was nehme ich mit: Zum Glück lebe ich in einer aufgeklärteren Zeit, nur zweitrangig zählt meine Herkunft, ich habe die Wahl mein Leben sehr frei zu gestalten und bin nicht solchen gesellschaftlichen Zwängen unterworfen. Eine Scheidung wurde mein Leben nicht beenden und ich könnte  sogar nochmal heiraten … 

Wie Markus auch, habe ein wenig nach der Symbolik des Romans gegoogelt – nein, da habe ich nicht viel entdeckt. Aber einen Roman zu lesen, für den ich eine Gebrauchsanweisung brauche, nein das gefällt mir nicht.

Auch wenn es ein Klassiker der Weltliteratur ist, ich glaube nicht, das Fontane noch eine Chance von uns bekommt. 

Weitere Rezensionen des Romans habe ich hier gefunden:

Kurt

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